Sicherheit für die Fische am Kortelbach

Sicherheit für die Fische am Kortelbach

2016 hat es in Kamen ein dramatisches Fischsterben gegeben. Damit sich das nicht wiederholt, wurden nun Vorkehrungen getroffen.
Ende August waren in der Seseke und im Heerener Mühlbach hunderte Fische verendet, nachdem sich an der provisorischen Überleitung zwischen dem noch schmutzigen Kortelbach und dem unterirdischen Abwasserkanal am Heerener Mühlbach ein Rechen mit Grasschnitt zugesetzt hatte. Dadurch war Abwasser in den – sauberen – Heerener Mühlbach übergelaufen und hatte das Fischsterben ausgelöst.

Nun haben wir Vorkehrungen getroffen, damit dies in Zukunft verhindert werden kann: Der Rechen wurde umgebaut und die Einlaufschwelle erhöht. Außerdem wurde ein früherer Einlauf zum unterirdischen Abwasserkanal als Noteinlauf wieder aktiviert.

Der umgebaute Rechen – die untere Hälfte kann sich zusetzen, die obere nicht so leicht…

Ein zweiter Zulauf zum Kanal wurde als Notüberlauf aktiviert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Allerdings fehlte bis jetzt noch das „Kernstück“ – eine automatische Rechenkontrolle, die mit Hilfe von zwei Drucksonden den Wasserdruck vor und hinter dem Rechen misst. Gibt es zwischen den beiden Werten eine deutliche Abweichung, ist der Durchfluss gestört und die Apparatur schlägt Alarm. Eine solche Konstruktion ist technisch recht anspruchsvoll und will exakt geplant sein – doch in den nächsten Tagen sollen auch die Sonden in Betrieb gehen.

Volle Sicherheit für alle Wasserlebewesen in Heerener Mühlbach und Seseke wird es dann 2019 geben, wenn der gesamte Abwasserkanal am Kortelbach fertig ist. Dann gibt es keine provisorische Überleitung mehr und die Natur kann sich ungestört entwickeln.

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