„4 W“ am längsten Fluss in NRW

„4 W“ am längsten Fluss in NRW

Verbandsversammlung: Alles dreht sich um „Wasser – Wildnis – Wege – Wirtschaft“.

Vor 92 Jahren, genau gesagt vor 33.555 Tagen, wurde mit dem „Lippeverbandsgesetz“ vom 19. Januar 1926 der Lippeverband gegründet. Seine Wurzeln reichen sogar bis zum Jahr 1913 zurück: Damals wurde die „Sesekegenossenschaft“ gegründet, denn an der Seseke im Kreis Unna galt es damals, große wasserwirtschaftliche Probleme zu lösen. Am heutigen Freitag sind wir dorthin zurückgekehrt – in der Stadthalle von Unna hat nun zum ersten Mal unsere alljährliche Verbandsversammlung stattgefunden.

Rückblick und Zukunft
Im Vordergrund unseres Jahresberichts stand natürlich die Lippe: Unter dem Motto „Wasser – Wildnis – Wege – Wirtschaft“ lag schon bei der Verbandsversammlung 2016 in Kamen der Fokus auf Rückblick und Zukunft am längsten Fluss in Nordrhein-Westfalen. Wenn in der Versammlung zur Reinigungsleistung unserer 54 Verbandskläranlagen Bilanz gezogen wird, wenn Bilder vom Bau der neuen Deiche in Haltern-Lippramsdorf und Marl und von der Auenentwicklung bei Haus Vogelsang zwischen Datteln und Olfen gezeigt werden – immer geht es letztlich um die Lippe.

Es geht noch weiter
Mit dem Lippeprogramm wollen wir in den nächsten Jahren daran weiter anknüpfen. Nächstes Großprojekt wird der „Erlebensraum Lippe“ in Hamm, erstmals im großen Stil die Verbindung von Stadtentwicklung und wasserwirtschaftlicher Umgestaltung. Auch die Abwasserreinigung bleibt nicht stehen: Es gilt, Spurenstoffe aus Medikamenten und anderen Mikroverunreinigungen von den Gewässern fernzuhalten. Auf der anderen Seite bietet Abwasser und der im Klärprozess anfallende Klärschlamm viele Möglichkeiten, Rohstoffe zurückzugewinnen. Ein besonders wichtiges Potenzial liegt beim Phosphor-Recycling.

Lippeverband im Umbau
Nicht nur die Lippe-Region verändert sich, auch wir als Lippeverband selbst. Als umfassender wasserwirtschaftlicher Dienstleister der Region und als Kooperationspartner für Kommunen und Wirtschaft machen wir es immer wieder möglich, die Nutzungsansprüche von Mensch und Natur in ein nachhaltiges Gleichgewicht zu bringen. Nachhaltigkeit ist auch intern ein großes Thema: So genießt der Lippeverband nicht nur einen guten Ruf als Ausbilder, er steigert auch die Zahl seiner Ausbildungsplätze noch einmal kräftig und weit über den eigenen Bedarf hinaus: von derzeit 40 auf über 80!

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