An der Lippe kehrt bald die Natur zurück

An der Lippe kehrt bald die Natur zurück

Nach einer „Uferentfesselung“ wird die Lippe in Datteln-Pelkum wieder zu einem naturnahen Fluss. Doch was wird da eigentlich „entfesselt“? Massive Eingriffe des Menschen haben die Lippe zu einem wasserwirtschaftlich betrachtet pflegeleichten, aber auch naturfernen Gewässer gemacht. Die mit Steinen befestigte Böschung sorgt für einen schnellen Abfluss – eine vielfältige Auenlandschaft kann an den Ufern aber nicht entstehen.

Damit die Lippe wieder zu einem naturnahen Fluss werden kann, müssen diese Fesseln fallen. Dazu werden die Steinschüttungen entfernt, und es bilden sich rasch wieder die natürlichen Formen eines Flachlandflusses aus. Auf den ersten Blick sieht das Gelände in Datteln noch ein wenig nach Mondlandschaft aus: nur nackte Erde, Sand und Mergel.

 

 

Doch man erkennt auch ganz neue Formen: Das Ufer ist soweit abgetragen, dass die Lippe jetzt fast bis an die Aue heranreicht, daneben liegen mehrere Inselchen im Fluss, lenken die Strömung mal links, mal rechts, am Ufer liegt ein großer Baum halb im Wasser….Bestehende Gehölze sind weitgehend erhalten geblieben – eine Birke wurde als sogenanntes Totholz in das Gewässer eingebracht. Das ist ideal als Zuflucht für Fische, um Schutz zu suchen und zu laichen.

Ich bin gespannt, wie es hier in zwei Monaten aussehen wird. Ob mit den ersten Frühlingsgräsern auch die Natur schon zurückkehrt? Sicher ist: Es ist nur eine Frage der Zeit….

(Fotos:Luftbild M. Kemper/EGLV, überige Fotos: M. Steinbach/EGLV)
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