Der richtige Schwung für die „Maifisch“

Der richtige Schwung für die „Maifisch“

Unsere Lippefähre „Maifisch“ hat sich im Winterquartier zweigeteilt. Während die eine Hälfte in Haltern bleibt, ist die andere Hälfte „verreist“ – zur Instandsetzung.

Die Rede ist von der Fähre in Haltern-Flaesheim, die seit 2015 die Lippe quert. Kein Scherz: Tatsächlich liegt nur die halbe Fähre derzeit zwecks Optimierung des Antriebs in unserer Werkstatt in Lünen. Damit man sie besser transportieren kann, wurde die acht Tonnen schwere „Maifisch“ als teilbares Schiff angeschafft. Dies hat die jetzt fällige Instandsetzung sehr erleichtert, denn eine Schiffshälfte passt genau auf unsere verbandseigenen Transportanhänger.

Wer die Fähre öfter mal benutzt hat, kennt vielleicht diese beiden Probleme: Einerseits gab es Klagen, die Rampen hinunter zur Fähre seien zu steil. Andererseits war hin und wieder unterwegs die Antriebskette abgesprungen, wenn man sie zu schwungvoll drehte, so dass die Passagiere Probleme hatten, das Ufer zu erreichen. Beides wird jetzt während der Winterpause behoben.

 

Ein Bild aus dem Frühjahr: Nach dem Zu-Wasser-Lassen wird die Maifisch zum Anleger in Flaesheim geschleppt.

In Lünen angekommen, wurde die Maifisch-Hälfte durch unsere Kollegen von der Instandhaltung genau begutachtet. Sie stellten fest, dass die Kettenräder leicht versetzt laufen, sie „fluchten“ nicht, wie die Fachleute sagen. Dadurch und weil die Kette zu wenig aufgewickelt war, sprang sie gerne mal von der Rolle. Jetzt hat man den Fehler behoben und der Kette zusätzlich vier trichterförmige Führungen verpasst, damit sie beim Aufrollen leichter und leiser gleitet. Auch die Antriebskette selbst wird erneuert – Anfang Februar soll alles fertig sein, dann kann Maifisch 1 wieder zurück nach Flaesheim, wo die „bessere Hälfte“, Maifisch 2, schon frisch gestrichen wartet.

Jetzt läuft die Kette gradlinig über die Rolle.

Nach dem Frost, aber vor dem Start der neuen Fährsaison zu Ostern, sollen auch die Rampen in Flaesheim umgebaut werden. Dazu werden wir im unteren Bereich Treppenstufen über die halbe Rampenbreite einbauen und eine Rinne zur Führung von Fahrrädern installieren. So wird das Schieben der Räder aufwärts wie auch abwärts erleichtert.

Durch den anstehenden Umbau wird die Rampe zum Fähranleger bequemer.

Deshalb verspricht die neue Fährsaison 2018 für die Passagiere ein besonderes Vergnügen – und für unsere Betriebskollegen vom Bauhof Haltern hoffentlich weniger Arbeit!

Fotos: Michael Steinbach (2) und Paul Rensing/ Abteilung Instandhaltung (2)

 

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