Die Rückkehr der Emschergroppe

Die Rückkehr der Emschergroppe

Besatz-Aktion: Seltener Fisch lebt nun wieder im Borbecker Mühlenbach.

Das Medieninteresse war groß, als Uli Paetzel und Thomas Kufen (re.) die Groppe in den Bach einsetzten. Foto: Ilias Abawi

Das Medieninteresse war groß, als Uli Paetzel und Thomas Kufen (re.) die Groppe in den Bach einsetzten. Foto: Ilias Abawi

„Kann man den auch essen?“

Das war die mit Abstand am häufigsten gestellte Frage am Rande unseres heutigen Pressetermins am Borbecker Mühlenbach in Essen. Das renaturierte Gewässer hat sich inzwischen so gut entwickelt, dass unser Chef Uli Paetzel gemeinsam mit Essens OB Thomas Kufen einen seltenen Fisch in den Bach eingesetzt hat: die Emschergroppe!

Und dies schon mal vorweg: Nein, man kann sie nicht essen!

 

So sieht die Emschergroppe aus. (Foto: Jochen Durchleuchter)

So sieht die Emschergroppe aus. (Foto: Jochen Durchleuchter)

Die Emschergroppe ist trotz ihres urtümlichen Aussehens ein verhältnismäßig kleiner Fisch, seine Geschichte ist jedoch nicht weniger interessant: Früher hat die Groppe im gesamten Emscher-System gelebt. Nach der immensen Abwassereinleitung vor über 150 Jahren in die Emscher-Gewässer ist der Fisch nahezu ausgestorben. Einzig im Oberlauf der Boye, einem von der Abwassereinleitung verschonten Gewässerabschnitt in Bottrop, hat die Groppe in Isolation überleben können, bis sie vor einigen Jahren wiederentdeckt wurde. Mittlerweile ist sie in zahlreichen Gewässern ausgesetzt worden. Mehrere Kontrollen haben die erfolgreiche Wiederansiedlung bestätigt.

Was das für den Borbecker Mühlenbach bedeutet? Das hat Uli Paetzel heute treffend geschildert: „Die Emschergroppe ist ein echter Qualitätsindikator, denn wir setzen diesen Fisch nur in Gewässer ein, die sich über mehrere Jahre hinweg prächtig entwickelt haben. Dies gilt nun auch für den Borbecker Mühlenbach: Die ökologische Entwicklung unseres Gewässers bietet mittlerweile hervorragende Lebensbedingungen für die Groppe.“

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