Emscher inspiriert zur niederländischen „Ijsselbiennale“

Emscher inspiriert zur niederländischen „Ijsselbiennale“

Im direkten Flussvergleich würde die Emscher – noch – verlieren: Der schönste Fluss der Niederlande, die Ijssel, schlängelt sich auf 125 Kilometern malerisch durch die sattgrüne Landschaft und mündet schließlich ins Ijsselmeer. In diesem Sommer hat die Ijssel sich dennoch von der Emscher inspirieren lassen! Na gut, es war vielmehr die „Emscherkunst“, die Vorbild für die erste „Ijsselbiennale“ ist. Das will ich mir natürlich (zusammen mit meiner Kollegin) gerne ansehen.

Niederländische Gastfreundschaft

An unserem Startpunkt in Doesburg empfängt uns ein wunderschöner Blick über den Fluss – und ein alter Emscherkunst-Bekannter: „ME – WE“ ist eine Spiegelinstallation von Benjamin Bergmann, der mit seinem venezianischen „Chiosco“ am Dortmunder Phoenix See im Sommer 2016 die Emscherkunst-Besucher begeisterte. Weiter geht es an der Hafenmole entlang zu einer alten Lagerhalle. Hier kommen wir ins Gespräch mit einer ehrenamtlich arbeitenden Besucherführerin, die uns engagiert und niederländisch-gastfreundlich über das große Leitthema der Ijsselbiennale informiert: Klimawandel! Die Anpassung der Wasserwirtschaft spielt in den niederländischen Polderflächen naturgemäß eine überlebenswichtige Rolle. Der in einer kinoähnlichen „Blackbox“ gezeigte, 10-minütige Film des niederländischen Künstlers Levi van Veluw nimmt uns sofort gefangen – zeigt er doch sehr eindrücklich die Stille nach einer großen (Natur-)Katastrophe.

 

Kunst am Fluss mit guter Infrastruktur

Wir erkunden weitere Kunstwerke flussabwärts und fahren dazu mit einer kleinen Autofähre über die Ijssel. Alle Kunstwerke sind direkt am Fluss in Szene gesetzt und so bekommen wir immer wieder neue Eindrücke der wechselhaften Auenlandschaft. Auch die Infrastruktur kommt nicht zu kurz: An unserer letzten Station gibt es eine kleine Imbiss-Bude mit Kuchen und Pommes frites…:-)

Die Künstlergruppe Observatorium, deren Flussbrücke „Warten auf den Fluss“ mittlerweile zu einer Emscherkunst-Ikone geworden ist, stellt ebenfalls hier aus. Ihr künstlerischer Beitrag „Moderne Devotie“ liegt noch weiter flussabwärts nördlich von Deventer und damit außerhalb unserer heutigen Tour. Doch wir versprechen, noch in diesem Sommer wiederzukommen … und legen einen Ausflug zur Ijsselbiennale wärmstens ans Herz! Am besten lassen sich die vier Kunstetappen mit dem Fahrrad erkunden, aber auch zur Fuß und mit dem Auto gewinnt man einen eindrucksvollen Einblick in die niederländische Flusslandschaft!

Ijsselbiennale 2017, vom 14.06. bis 24.09. 2017, Ticket 8,50 Euro,

Weitere Infos unter: www.ijsselbiennale.nl

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