Erntezeit am Emscher-Weinberg

Erntezeit am Emscher-Weinberg

Unbeständiger Sommer ließ Traubenwachstum jedoch mager ausfallen…

Ich hatte es bereits Mitte August befürchtet: Dieser Sommer ist kein Sommer – und darunter leiden wird unser Weinanbau-Projekt… So ist es nun gekommen. Aufgrund des wechselhaften Wetters schritt die Rebblüte in diesem Jahr leider nicht so gut voran wie gewünscht. In dieser Woche wurden die wenigen Trauben schließlich geerntet. Ein kleiner Trost: Für rund 100 Flaschen von „Neues Emschertal – Phoenix 2017“ wird es wohl reichen.

Weinlese am Phoenix See: Helmut Herter und Regine Heimers. Fotos: Rupert Oberhäuser/EG

Weinlese am Phoenix See: Helmut Herter und Regine Heimers. Fotos: Rupert Oberhäuser/EG

Unser Kollege Helmut Herter, der in seiner aktiven Zeit bei der Emschergenossenschaft unter anderem die Emscher in Dortmund-Hörde renaturierte und am Phoenix See mitbaute, nahm die Trauben noch vor der Ernte mehrfach unter die Lupe. 70 Grad Oechsle Mostgewicht konnte er dabei messen – ein gutes Zeichen, um den Startschuss für die 2017er-Weinernte zu erteilen.
Ihm zur Seite standen zahlreiche Erntehelfer, darunter auch Regine Heimers von der Hochschule Neustadt an der Weinstraße (Studiengang Weinbau und Oenologie). Sie begleitet unser Projekt wissenschaftlich. Denn der Weinanbau an der renaturierten Emscher, der einstigen „Köttelbecke“, symbolisiert nicht nur die neue Lebens- und Aufenthaltsqualität an dem umgestalteten Gewässer, sondern leider auch den unschönen Aspekt des Klimawandels – ohne die Veränderungen im Mikroklima wäre ein Weinanbau so weit nördlich kaum denkbar!

Wird aus der Emschergenossenschaft einmal eine Winzergenossenschaft? "Gründungsmitglieder" gäbe es auf jeden Fall schon: Ulla Bohn (Anwohnerin), Willi Garth (Hörder Heimatverein), Regine Heimers (Wissenschaftliche Betreuerin des Projekts), Christoph Ebner, Helmut Herter (Projektleiter), Moritz Herbst (Emschergenossenschaft).

Wird aus der Emschergenossenschaft einmal eine Winzergenossenschaft? „Gründungsmitglieder“ gäbe es auf jeden Fall schon: Ulla Bohn (Anwohnerin), Willi Garth (Hörder Heimatverein), Regine Heimers (Wissenschaftliche Betreuerin des Projekts), Christoph Ebner, Helmut Herter (Projektleiter), Moritz Herbst (Emschergenossenschaft).

Für unsere Emschergenossenschaft ist das Weinberg-Projekt daher nicht nur ein Symbol des Neuen Emschertals, sondern auch ein Weg, um der Bevölkerung anschaulich zu vermitteln, dass der Klimawandel real ist. Für die Wasserwirtschaft hat der Klimawandel nämlich enorme Folgen: So rechnen wir für die Zukunft mit deutlich häufiger auftretenden Starkregenereignissen, was in der Folge auch die Gefahr von potenziellen Überschwemmungen erhöht.

Aber kommen wir aktuell lieber zurück zum Wein: Dieser wird nun von einem Bio-Winzer in der Südpfalz gepresst, gekeltert und auf Flaschen gezogen. Genossen werden darf er dann im kommenden Sommer! Wir werden rechtzeitig an dieser Stelle darüber informieren.

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