Flussmanager für weniger Medikamentenrückstände im Abwasser

Flussmanager für weniger Medikamentenrückstände im Abwasser

Ruhrverband, Emschergenossenschaft und Stadt Essen starten im Grüne Hauptstadt-Jahr die gemeinsame Initiative „Essen macht´s klar“ zur Aufklärung der Bevölkerung

Es sind viele Einzelsubstanzen wie Hormone, Antibiotika und beispielsweise der freiverkäufliche Schmerzhemmer Diclofenac, die als Medikamentenrückstände mit dem häuslichen Abwasser in die Umwelt gelangen. Das Projekt „Essen macht´s klar“ setzt in den kommenden zwei Jahren auf eine Sensibilisierung der Essener Bevölkerung und anderer Akteure wie Ärzte, Apotheker und Institutionen. Startschuss dazu war die gemeinsame Auftaktveranstaltung im Essener Hotel Franz am vergangenen Mittwoch: trotz sommerlicher Temperaturen trafen mehr als 80 Entscheider aus Apotheker- und Ärzteschaft, dem Bildungsbereich wie der Uni Duisburg-Essen und aus Schulen auf die Wasserwirtschaft.

Unterhaltsam eingeleitet wurde durch den „Rheinschwimmer“ Prof. Dr. Fath: Er berichtete eindrucksvoll über seinen 1.231 Kilometer langen Schwimm-Marathon im Dienste der Wissenschaft. 28 Tage lang war er im Jahr 2014 jeden Tag acht Stunden als schwimmende „Beprobungsstelle“ von der Quelle bis zur Mündung des Rheins unterwegs. Auf der Bühne talkten anschließend die Schirmherren – für die beiden Essener Wasserwirtschaftsverbände übernehmen dies Prof. Dr. Norbert Jardin für den Ruhrverband und Dr. Uli Paetzel für die Emschergenossenschaft – mit Gerhard Odenkirchen vom NRW-Umweltministerium, Grüne Hauptstadt-Projektleiterin Simone Raskob und „unserem“ Projektleiter Dr. Issa Nafo sowie der Apothekerin Doris Schönwald. Als Fachfrau und Leiterin des Projektbeirats gab diese einfache Tipps zur Vermeidung des Eintrags von Arzneimittelresten ins Abwasser: So ließen sich etwa überschüssige Salbenreste auf der Haut ganz einfach durch ein Papiertuch aufnehmen und anschließend über den Hausmüll entsorgen.

In zwei Workshops ging es dann für alle ans Arbeiten – vorgestellt wurden die Motive der geplanten Plakatkampagnen für Wartezimmer und Apotheken, außerdem Anregungen gesammelt für interessante Veranstaltungsformate und Kooperationen innerhalb Essens.

Als Grüne Hauptstadt Europas 2017 ist die Großstadt Essen geradezu prädestiniert für das auf zwei Jahre angelegte Forschungsprojekt. Der Essener Oberbürgermeister Dr. Thomas Kufen – ebenfalls Schirmherr der Initiative – ist stolz darauf, dass sich Essen als erste Großstadt in Deutschland explizit diesem Thema und der Sensibilisierung der Bevölkerung widmet!

Mehr Informationen unter der neuen Website www.machts-klar.de

 

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