In diesem Haus befindet sich ein „Monster“!

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„Zerkleinerer“ macht Grobstoffen den Garaus!

Liebe Leserinnen und Leser, ein dringender Appell vorweg: Bitte entsorgen Sie keine Feuchttücher durch die Toilettenspülung!

Wieso diese für uns ein Problem in der Abwasserentsorgung darstellen, wollen wir im Folgenden erläutern:

Rund 60 Pumpwerke betreibt die Stadtentwässerung Hamm des Lippeverbandes. Ihre Funktion ist es, Abwasser aus bergbaulich beeinträchtigten Senkungsgebieten hochzubefördern, damit es dann wieder in einem Gefälle abfließen kann. Nicht selten kommt es jedoch vor, dass in den Anlagen nicht nur Wasser, sondern auch Feststoffe ankommen. Große Probleme bereiten uns dabei Feuchttücher, die sich im Wasser nicht lösen und daher zu sogenannten Verzopfungen in den Pumpen führen. Der Reinigungsaufwand ist dabei so groß, dass wir nun einen anderen Weg erproben: In unserem Pumpwerk Hamm-Marderweg haben wir einen Grobstoffzerkleinerer der Marke „Channel Monster“ eingebaut. Das „Monster im Pumpwerk“ zerhackt die Grobstoffe regelrecht, so dass sie die Pumpen nicht mehr beeinträchtigen!

So übel können Verzopfungen aussehen… Foto: Lippeverband

Das Pumpwerk Hamm-Marderweg wurde um 1960 erbaut und zuletzt 2009 saniert. Es hat ein Einzugsgebiet von zirka 820.000 Quadratmeter. Pro Stunde kann es 746 Kubikmeter Schmutzwasser aus einer Tiefe von sechs Metern befördern.

Unser Pumpwerk Hamm-Maderweg. Foto: Stefan Kuhn/Lippeverband

In der Vergangenheit traten in der Betriebsanlage immer häufiger Verzopfungen der Pumpenlaufräder auf. Durchschnittlich alle zwei Wochen musste eine Pumpe demontiert und von den angesammelten Faserstoffen (z.B. Feuchttücher und Textilien) befreit werden. Pro Jahr musste unsere Stadtentwässerung Hamm so mehrere Tausend Euro für Störungsbeseitigungen  aufwenden.

Und so sieht das „Monster im Pumpwerk“ aus: der Grobstoff-Zerkleiner der Marke Channel Monster. Foto: Rupert Oberhäuser/Lippeverband

 

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