Per Drahtesel über die Römer-Lippe-Route

Per Drahtesel über die Römer-Lippe-Route

Warum in die Ferne schweifen – auch an Emscher und Lippe gibt es einiges mit dem Rad zu (er)fahren!

Die Radsaison steht vor der Tür – Zeit für alle Radlerinnen und Radler, die nächste Route zu planen. Unser Tipp: Fahren Sie doch mal auf der Römer-Lippe-Route! Dieser kurz RLR genannte Fernradweg erstreckt sich von Detmold nach Xanten über insgesamt 449 Kilometer. Die Strecke setzt sich aus der sogenannten Hauptroute und 11 Schleifen zusammen, die je nach Zeit und Lust zwischen einem Tag und einer Woche abgefahren werden können.

Die Route verläuft ab Bad Lippspringe und ab Hamm über circa 150 Kilometer im Lippeverbandsgebiet.  Darin liegen sieben der 11 Schleifen, auf denen sich die zum Saisonanfang wintermüden Beine erst einmal langsam wieder ans Radfahren gewöhnen können.

02.05.2015, Werne, Lippe zwischen der Römer-Lippe-Route Fuß- und Radbrücke Am Fischerhof und dem unterhalb gelegenen Flusswehr. Blick flussabwärts auf die Fischtreppe.

Die Lippe bietet reizvolle Naturerlebnisse am Wasser. Foto: Rupert Oberhäuser

Die RLR existiert seit 2013 und ist in den letzten zwei Jahren gut angenommen worden. Nicht nur das Wassererlebnis und Informationen zu den Römern, die sich bekanntlich vor rund 2000 Jahren im Lipperaum aufhielten, bereichern die Radtour. Auch die vielen alten Hansestädte sind reizvolle Etappenziele. Und der ein oder andere Eisdielenbesuch lässt die müden Knochen unterwegs wieder aufleben…

Wassererlebnis an der Lippe

Wie es sich für einen Radweg mit Schwerpunkt Wassererlebnis gehört, sind an der RLR mittlerweile vier mit Muskelkraft anzutreibende Fähren zu finden. So werden auch mal die Beine entlastet, und die Arme können zur Fortbewegung eingesetzt werden. Erst im letzten Jahr wurde in Haltern am See im Stadtteil Flaesheim die vierte Fähre mit dem Namen Maifisch zu Wasser gelassen. Weitere Fähren entlang des Weges gibt es in Hamm am Schloss Oberwerries, in Dorsten und in Wesel zu entdecken.

Lippefähre

Hier haben die Beine Pause: Die Lippefähre Maifisch bewegt sich mit Muskelkraft aus den Armen. Foto: Michael Steinbach

Die RLR ist ein Kooperationsprojekt des Lippeverbandes mit der Ruhr Tourismus GmbH (RTG) sowie allen 33 Anrainerkommunen und Kreisen. Die Akteure haben im April 2010 die „Kooperationsvereinbarung Römer-Lippe-Route“ mit dem Untertitel „Eine Projektinitiative zur Tourismus- und Strukturförderung entlang der Lippe und der begleitenden Kanäle von Detmold bis Xanten“ geschlossen. Der Lippeverband ist aufgrund seiner regionalen Planungserfahrung für die Pflege und Instandhaltung der Routeninfrastruktur zuständig. Das beinhaltet sowohl die Wartung und Pflege, der den Radfahrenden wohl bekannten rot-weißen richtungsweisenden Beschilderung, als auch weitere Infotafeln entlang des Weges zu Themen wie Römerkultur und Wassererlebnis, sowie alle notwendigen Maßnahmen auf den eigenen Wegen des Lippeverbandes.

Denjenigen, die sich näher mit der RLR beschäftigen und schon mal losplanen möchten, sei die Internetseite www.roemerlipperoute.de  empfohlen.

Barrierefreier Radtourismus

In diesem Jahr hat die RLR im Rahmen der EFRE-Förderung (Europäischer Fond für regionale Entwicklung) eine Förderempfehlung für das Projekt „Barrierefreier Radtourismus an der Römer-Lippe-Route“ erhalten. Die für das Projekt nötige Expertise und weitere Unterstützung im Bereich Barrierefreiheit liefert der Verein „Tourismus für Alle Deutschland e.V.“ und der „Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW e.V.“

Im Laufe der nächsten drei Jahre wird nun zunächst abschnittsweise geprüft, an welchen Streckenabschnitten die RLR barrierefrei entwickelt werden kann. Es wird Schulungen für die touristischen Partner im Hinblick auf Barrierefreiheit geben, die Infrastruktur wird geprüft, ein Prototyp für barrierefreie Rastplätze gebaut. Das alles natürlich nur unter der Voraussetzung, dass die RLR den Zuschlag für die Förderung bekommen wird.

Es bleibt also spannend an der RLR und es passiert immer etwas Sehens- und Erlebenswertes. Viel Spaß beim Radeln!

Beitrags- und Teaserbild: Rupert Oberhäuser

 

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