Überflieger verboten: Keine privaten Drohnen auf unseren Anlagen!

Überflieger verboten: Keine privaten Drohnen auf unseren Anlagen!

Flug über Industrieanlagen und Naturschutzgebiete nur mit Genehmigung erlaubt

Der Drohnen-Boom bleibt ungebrochen: Etwa eine Million dieser unbemannten Flugobjekte bewegt sich aktuell im deutschen Luftraum, schätzt die Deutsche Flugsicherung. Auch bei uns häufen sich Anfragen für eine Überfliegung unserer Anlagen – Hobbypiloten oder gewerbliche Flieger sind immer auf der Jagd nach eindrucksvollem Bildmaterial aus der Luft. Meist sind die auch Multikopter genannten Leichtgewichte der Lüfte mit leistungsfähigen Kameras ausgestattet, die ungewöhnliche Perspektiven liefern. Jüngstes Beispiel für eine Anfrage war übrigens unsere Kläranlage Kamen-Körnebach.

Dos and Don´ts beim Drohnenflug

Doch was ist eigentlich erlaubt und was nicht? Hier sind einige „Dos and Don´ts“:

  • Das Überfliegen von größeren Menschenansammlungen, Naturschutzgebieten (Lippe!) und Industrieanlagen ist verboten. Auch das Überfliegen von Bundeswasserstraßen ist übrigens tabu – also etwa des Rhein-Herne-Kanals in unmittelbarer Emschernähe.
  • Ohne Genehmigung des Grundstückseigentümers darf keine Drohne starten, fliegen oder landen.
  • Grundsätzlich dürfen Drohnen nicht über 100 Meter Höhe fliegen.
  • Es dürfen keine Foto- oder Filmaufnahmen von Personen ohne deren Einwilligung gemacht werden.

    Drohnenflug direkt im Naturschutzgebiet entlang der Lippe bei Lünen: Hierfür wird eine Genehmigung benötigt (Foto: Markus Greulich).

Große Zahl der Hobbyflieger lässt Unfallgefahr steigen

Unsere technischen Anlagen zur Abwasserreinigung sind Industrieanlagen und somit ist das Überfliegen ohne unsere Genehmigung strikt verboten. Nicht weil wir Angst vor Industriespionage  haben, sondern weil es schlicht zu gefährlich ist: Nicht selten stürzen Drohnen ab (unter anderem ist dies während eines ZDF-Reportagedrehs auf unserer Baustelle in Oberhausen passiert), sei es aufgrund sich verschlechternder Wetterverhältnisse, leerem Akku oder fehlerhafter Handhabung. Beschädigungen der Anlagentechnik könnten die Folge sein …

Flugverbotszone: Schützenswerte Natur entlang der Lippe

Ebenso verbietet sich das Überfliegen von Naturschutzgebieten – nicht nur während Brutzeiten der Vögel. Große Teile der Lippe stehen unter Naturschutz.

Die Lippeinsel bei Lünen, mit dem Oktokopter aus der Luft fotografiert (Foto: Markus Greulich).

Als wirklich hilfreich erweist sich hier die Drohnen-App der Deutschen Flugsicherung: Sie zeigt für ganz Deutschland mit roten Markierungen ausgewiesene Flugverbotszonen in einer zoombaren Karte. Und nahezu der gesamte Lauf der Lippe ist hier rot markiert! Ausnahmegenehmigungen für eine Überfliegung von Naturschutzgebieten erteilen übrigens die zuständigen Landesluftfahrtbehörden, in NRW sind dies die Bezirksregierungen Düsseldorf und Münster.

In begründeten Ausnahmefällen ist eine Genehmigung einer Drohnen-Überfliegung von EGLV-Anlagen möglich. Bitte wenden Sie sich an die Pressestelle.

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Kommentare

  • Sven

    Eine sehr große Leidenschaft sind Drohnen. Als die ersten Modelle herauskamen, so musste ich mir direkt eine holen.
    Nun exprlodieren ja echt die Auswahl. Obwohl ich mich sehr lange damit beschäftigt habe, habe ich hier einige Punkte entdeckt,
    die mir sehr weiter helfen. Der Beitrag ist sehr informativ und zeigt deine Expertise auf. Für mich sind die Bilder A und O.
    Scharfe Bilder und Aufnahmen sind mein Leben geworden. 🙂 Bisschen übertrieben, aber dennoch macht es einfach nur unglaublich spaß.
    Allgemein sollte man bei drohnen hinzufügen, dass ihr die Versicherung lieber nicht vergessen solltet, da es ansonsten sehr Teuer werden kann.
    Obwohl ich mich persönlich sehr viel mit diesem Thema Drohnen, Drohnenaufbau und Quadrocopter beschäftigt habe, hatte ich nie an eine Versicherung nachgedacht,
    es war zu absurd, bis es dann soweit kommen musste. Die Drohne ist dank meinen kleinen Sohn gegen ein Auto geknallt. Ab den Zeitpunkt auf jeden fall
    Versicherung. Ansonsten ist das ein zu interessanten Thema und sehr zukunftsorientiert. Ich freue mich auf die neuen Modelle.

  • Heinz Dieter Dörmann

    Zitat:
    ‚[…] Nicht selten stürzen Drohnen ab (unter anderem ist dies während eines ZDF-Reportagedrehs auf unserer Baustelle in Oberhausen passiert), […]‘

    Öhm … ja …
    Seltsam nur, daß in dem Link (welchen Ihr hier anbei gepostet hattest) nicht die Rede von besagtem Absturz war => die Drohne wollte einfach halt die erste Stunde nicht starten … und als Ihr das Zicken abgewöhnt wurde, da klappte lt. dem Bericht auch alles … OHNE einem Absturz …

    Nichtsdesdotrotz gebe ich Euch natürlich Recht, daß es immer zu nem Unfall kommen kann – egal, wie profimäßig agiert wird!
    Und: Eine entsprechende Haftpflicht, ein zugelassens Kennzeichen sind essentiell (zzgl. aller Beachtung sämtlicher Gesetze und Ausschluß von mögl. Gefahren-/Fehler-quellen und der Beherrschung seiner Drohne(n)).

    Gruß
    Heinz

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