Von der Bauzeichnerin zur Ingenieurin

Von der Bauzeichnerin zur Ingenieurin

2011 war sie bundesbeste Bauzeichnerin unter rund 2000 Absolventen – ihre Ausbildung bei Emschergenossenschaft und Lippeverband . . .

. . . konnte Veronica Klink damals mit der Traumnote 1,1 und einer hohen Auszeichnung erfolgreich abschließen. Bald danach hatte sie ein Bauingenieur-Studium an der Uni Essen begonnen, arbeitete aber parallel weiter in einer Planungsabteilung ihres Ausbildungsbetriebs. Wie ist es danach weitergegangen?

„Den Bachelor habe ich schon, mit dem Masterabschluss werde ich dieses Jahr fertig“, weiß die mittlerweile 27-Jährige zu berichten. Mit vollem Namen heißt der Studiengang „Baumanagement und Infrastruktursysteme“, dazu gehört unter anderem die Siedlungswasserwirtschaft, das Fachgebiet, auf dem die Wasserwirtschaftsverbände überwiegend tätig sind. Da lag es nahe, für die Bachelor-Arbeit ein Thema aus der eigenen betrieblichen Praxis zu nehmen.

Veronica Klink begann ihre Ausbildung als Bauzeichnerin, heute steht sie vor dem Abschluss als Ingenieurin.

Veronica Klink begann ihre Ausbildung als Bauzeichnerin, heute steht sie vor dem Abschluss als Ingenieurin.

Veronica Klink erarbeitete eine Planung für die ökologische Verbesserung des Handbaches in Oberhausen. Diese Maßnahme für einen 300 Meter langen Teilabschnitt ist zwar noch nicht umgesetzt, liegt aber ausführungsreif in der Schublade.

Nach dem Abschluss der Ausbildung 2011 hatte die junge Bauzeichnerin zunächst für ein Jahr ein Übernahmeangebot bekommen – wie alle Azubis bei Emschergenossenschaft und Lippeverband , die ihre Prüfung mit Erfolg bestanden haben. Vom ersten Tag an arbeitete sie in Teilzeit, um sich daneben noch ihrem Studium widmen zu können. Daraus sind mittlerweile mehr als vier Jahre geworden, über die gesamte Studienzeit konnte Veronica Klink Job und Uni kombinieren.

Studiert es sich eigentlich anders, wenn man vorher schon gearbeitet hat? „Wenn man weiß, wie gearbeitet wird, ist man an der Uni zielgerichterer“, so Veronica Klink, „ich studiere ja nicht in erster Linie für das Studium, sondern weil ich diesen Beruf später ausüben möchte“. Damit ist sie übrigens nicht die einzige. Sie schätzt – ohne Anspruch auf eine repräsentative Statistik – dass die Hälfte ihrer ehemaligen Bauzeichner-Kollegen und -Kolleginnen aus der Ausbildung mittlerweile studiert.

Ihre Bauzeichner-Ausbildung hat sich für Veronica Klink als solide Grundlage für den weiteren Berufsweg erwiesen. Nicht nur, dass sie schon wärend der Ausbildung gemerkt hatte: „Das liegt mir – ich habe mein Thema gefunden“. Auch haben die Erfahrungen aus der Ausbildung bei den Wasserverbänden es ihr mitunter leichter gemacht, Studieninhalte schnell und richtig einzuordnen.

Da kann man für die anstehende Master-Prüfung nur noch die Daumen drücken…

 

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