Was macht eigentlich Jürgen Ambos?

Was macht eigentlich Jürgen Ambos?

Unsere EG/LV-Serie: Gesichter der Verbände

Für die Stadtentwässerung Hamm des Lippeverbandes unterwegs: Jürgen Ambos. Foto: Klaus Baumers/EGLV

Für die Stadtentwässerung Hamm des Lippeverbandes unterwegs: Jürgen Ambos. Foto: Klaus Baumers/EGLV

Rund 1600 Kolleginnen und Kollegen arbeiten bei Emschergenossenschaft und Lippeverband. In unserer Serie „Gesichter der Verbände“ stellen wir immer freitags eine Mitarbeiterin/einen Mitarbeiter vor. Heute: Jürgen Ambos

Wenn mich Jürgen Ambos anruft, dann verheißt das nichts Gutes – dann bedeutet das meist, dass in Hamm eine Fahrbahndecke infolge eines defekten Abwasserkanals eingebrochen ist! Jürgen Ambos ist bei der Stadtentwässerung Hamm unseres Lippeverbandes für die Kanalunterhaltung zuständig. Im Klartext: Er verantwortet die schnelle Reparatur von Kanalschäden, die im schlimmsten Fall schnell mal ganze Straßenzüge lahmlegen können.

Stadtentwässerung Hamm betreibt 850 (!) km langes Kanalnetz
Der 55-Jährige hat 2002 beim Tiefbauamt der Stadt Hamm angefangen und gehörte zu jenen Kolleginnen und Kollegen, die 2007 infolge der Übernahme des städtischen Kanalnetzes durch unseren Lippeverband in unser Team gewechselt sind. Die Stadtentwässerung Hamm ist verantwortlich für den Betrieb des über 850 (!) Kilometer langen Kanalnetzes. Zahlreiche Kanäle sind rund 100 Jahre alt – doch diese sind gar nicht so das Problem. Diese älteren Bauwerke, erklärte mir Ambos jüngst, seien noch fachmännisch gemauert worden und daher immer noch äußerst stabil. Weit problematischer dagegen seien die Kanäle aus den 50er- und 60er-Jahren. Damals, nach dem Krieg, habe es noch keine Standards bei der Verlegung von Rohren und vor allem bei den Anschlüssen seitlicher Kanäle ans Hauptrohr gegeben. Und vor allem an diesen Anschlussstellen kommt es häufiger zu Defekten.

Defekte Kanäle können drastische Folgen haben - etwa Fahrbahneinbrüche. Foto: EGLV

Defekte Kanäle können drastische Folgen haben – etwa Fahrbahneinbrüche. Foto: EGLV

Kein „Schema F“
Bildet sich ein Loch in einem Kanalrohr, rutscht das darüber liegende Erdreich nach. Im schlimmsten Fall kommt es an der Oberfläche zu einem Einbruch der Fahrbahndecke – was im hektischen Straßenverkehr schnell fatale Folgen nach sich ziehen kann. Erfahren unsere Kollegen in Hamm von einem solchen „Kanaleinbruch“, wird die Stelle unmittelbar abgesichert. Jürgen Ambos leitet derweil die umgehende Reparatur in die Wege. Was simpel klingt, ist in der Realität oftmals jedoch nicht ganz so einfach. Denn zunächst müsse die genaue Ursache für den Defekt ermittelt werden. Jeder Schaden sei anders, so Ambos, von Routine könne nie die Rede sein. Daher sei sein Job auch immer noch jeden Tag aufs Neue spannend, ein „Schema F“ gebe es nicht.

"Drastisch" sieht dan so aus... Foto: EGLV

„Drastisch“ sieht dann auch mal so aus… Foto: EGLV

Wie oft ein Kanalschaden vorkommt? Drei- bis viermal im Monat könne dies durchaus der Fall sein. Unser Lippeverband geht mit kontinuierlichen Kanalsanierungen und -erneuerungen dagegen vor, jedes Jahr werden aktuell zirka fünf Millionen Euro in das Kanalnetz investiert.

Reparaturen begleiten Jürgen Ambos übrigens auch nach Feierabend – dann allerdings nicht mehr an Kanälen, sondern an seinem 99’er-Mini Cooper…;-)

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