Was macht eigentlich Michael Schulte-Althoff?

Was macht eigentlich Michael Schulte-Althoff?

Unsere EG/LV-Serie: Gesichter der Verbände

Michael Schulte-Althoff und "seine" Lippefähre Baldur in Dorsten. Foto: Celina Winter/EGLV

Michael Schulte-Althoff und „seine“ Lippefähre Baldur in Dorsten. Foto: Celina Winter/EGLV

Rund 1600 Kolleginnen und Kollegen arbeiten bei Emschergenossenschaft und Lippeverband. In unserer Serie „Gesichter der Verbände“ stellen wir immer freitags eine Mitarbeiterin/einen Mitarbeiter vor. Heute: Michael Schulte-Althoff

Ich muss zugeben: Auf diesen Kollegen bin ich ja ein klein wenig neidisch… Nicht, dass mir mein Job als Sprecher der Emschergenossenschaft nicht mega-gut gefallen würde. Außeneinsätze in gigantischen Baustellen von Pumpwerken und Abwasserkanälen, oder auf Dächern von Windenergieanlagen, haben es durchaus in sich. Aber Michael Schulte-Althoffs Arbeitsplatz ist nicht weniger als der längste – und schönste – Fluss Nordrhein-Westfalens: Der 37-Jährige ist Gewässermeister an der Lippe!

Welch ein Fluss: die wilde Lippe bei Dorsten. Für diesen Bereich ist ebenfalls Michael Schulte-Althoff zuständig. Foto: Jochen Durchleuchter/EGLV

Welch ein Fluss: die wilde Lippe bei Dorsten. Für diesen Bereich ist ebenfalls Michael Schulte-Althoff zuständig. Foto: Jochen Durchleuchter/EGLV

Sein Zuständigkeitsbereich erstreckt sich von der Weiherbach-Mündung in Marl bis zur Lippemündung in den Rhein bei Wesel. Über den besonderen Stellenwert seines Arbeitsplatzes ist sich Michael Schulte-Althoff bewusst. Schon heute ist der Fluss äußerst idyllisch und ökologisch wertvoll, wird es in den kommenden Jahren aber sogar noch mehr. Gemeinsam mit dem Land NRW, dem die Lippe gehört, renaturiert unser Lippeverband das Gewässer – vor allem im Sinne eines verbesserten Hochwasserschutzes. Michael Schulte-Althoff ist da natürlich dabei. Einige Renaturierungsarbeiten hat er ebenfalls bereits durchführen lassen, etwa in Dorsten. Dort wurden Uferbefestigungen beseitigt, damit die Lippe bei Hochwasser wieder mehr ausufern kann. „Uferentfesselungen“ nennt man das im Fachjargon, da das Gewässer von seinem Steinkorsett befreit wird. Das abgetragene Material wird meistens in die Lippe eingetragen, um die Sohle anzuheben. Flaches Wasser ist ein Garant für die Bildung einer bunten Artenvielfalt im Fluss!

Deiche müssen regelmäßig kontrolliert werden
Als Gewässermeister ist Michael Schulte-Althoffs wichtigster Job, darauf zu achten, dass die Lippe hochwassersicher bleibt. Die Deiche müssen regelmäßig kontrolliert werden. Und nicht nur die, sondern auch ein ganz besonderes Gefährt: unsere Lippefähre „Baldur“ in Dorsten! Michael Schulte-Althoff ist für die äußerst beliebte Flussquerung verantwortlich. Doch auch die Anliegerbetreuung gehört mit zur Arbeit. 3000 Nachbarn habe er, sagt mein Kollege. Für viele Anwohner im Lippegebiet ist er meist der erste Ansprechpartner seitens unseres Lippeverbandes.

Büroarbeit - auch das gehört dazu. Viel lieber ist der 37-Jährige aber am Fluss! Foto: Celina Winter/EGLV

Büroarbeit – auch das gehört dazu. Viel lieber ist der 37-Jährige aber am Fluss! Foto: Celina Winter/EGLV

Zu unserem Team gehört er bereits seit acht Jahren. Angefangen hat er zunächst bei unserem „anderen“ Verband, der Emschergenossenschaft, wo er zunächst im Bereich Pumpwerke tätig war. Für diese Betriebsanlagen war er dann später auch an der Lippe zuständig, in seiner Heimatstadt Haltern am See. Gewässermeister an der westlichen Lippe ist er nun seit 2014. Dem Gewässer und seinen Fähren entkommt er übrigens auch nach Feierabend nicht wirklich. In Haltern-Flaesheim, wo er wohnt, sieht man ihn häufig auf unserer dortigen Lippefähre „Maifisch“ – doch diese nutzt er dann rein privat mit seinen zwei kleinen Kindern…:-)

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