Neuer Pächter im Emscherquellhof

Neuer Pächter im Emscherquellhof

wewole-Stiftung übernimmt in Holzwickede.

Es ist die zweite Woche meines Praktikums und ich habe schon an der einen oder anderen Stelle von dem Emscherquellhof gehört. Gestern war es dann so weit, ich durfte den Hof in Holzwickede mit eigenen Augen sehen.

Grund dafür war ein wichtiger Pressetermin, denn der Emscherquellhof hat seit gestern einen neuen Pächter. Dabei handelt es sich um die wewole-Stiftung. Der Name setzt sich aus den drei Wörtern werken, wohnen und lernen zusammen. Die Stiftung beschäftigt sich mit Menschen mit Behinderung. Ziel ist es, dass sie in die Gesellschaft integriert werden und das „echte“ Leben kennenlernen. In Werkstätten werden von den Arbeitern bereits nützliche Produkte für den Tier- und Gartenbedarf hergestellt, wie zum Beispiel Hundeboxen für’s Auto oder Bienenbeuten (Das ist der Fachausdruck für Bienenkästen).

Der Emscherquellhof ist ein rekonstruierter Bauernhof aus dem Jahr 1801.

Doch Rochus Wellenbrock, Geschäftsführer der wewole-Stiftung, möchte, dass die Menschen neben der Arbeit in den Werkstätten auch die Chance erhalten, außerhalb zu arbeiten. Und eben genau das soll am Emscherquellhof passieren. Es soll ein Team von ungefähr zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausgebildet werden, die dann vor Ort lernen, wie man einen Hof richtig bewirtet. Damit übergibt die Emschergenossenschaft den Quellhof in gute Hände.

Übrigens: Ab Mai kann man sich auf eine leckere „Tagschicht“ und „Nachtschicht“ freuen, denn so heißen die selbst gerösteten Kaffeesorten der Stiftung. Ich persönlich favorisiere die Nachtschicht – die ist nämlich stärker.

Schlüsselübergabe: Detlef Gerwin (1.v.l.) übergibt symbolisch den Hofschlüssel an Rochus Wellbrock (2.v.l. neben Bürgermeisterin Drossel). Foto: Michael Steinbach/EGLV

Auch sollen künftig die Bienen des Imkervereins Massener Heide-Holzwickede am Emscherquellhof einziehen. Anette Groß vom Imkerverein möchte mit sechs Bienenvölkern starten. Die Häuser für die Bienen werden, natürlich, von den Mitarbeitern der wewole-Stiftung hergestellt. Ganz nach dem Motto: „Eine Hand wäscht die andere“.

Besonders im Sommer, wenn man den Emscher-Radweg entlang fährt, wird der Emscherquellhof ein willkommener Anlaufpunkt sein. Dann trinkt man eine leckere Tag- oder Nachtschicht und isst dazu ein saftiges Stück Kuchen!

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