Wieso ein „HRB“ ein „HRB“ bleiben muss…

Wieso ein „HRB“ ein „HRB“ bleiben muss…

Um die Bezeichnung für das Hochwasserrückhaltebecken an der Grenze Dortmund-Mengede und Castrop-Rauxel-Ickern ist eine kleine lokale Debatte entbrannt. Vertreter einer der politischen Parteien fordern einen neuen Namen für das Gelände, da ihnen die Abkürzung „HRB“ für „Hochwasserrückhaltebecken“ nicht so recht passen will. Also wurde über die Lokalzeitung dazu aufgerufen, einen neuen Namen für das Gelände zu suchen. Hier dazu einige Anmerkungen: Beim HRB Ickern-Mengede handelt es sich um eine Hochwasserschutzanlage. Im Notfall kann es 1,1 Millionen Kubikmeter Regenwasser speichern und damit die unterhalb von Dortmund an der Emscher liegenden Städte vor Hochwasser schützen. Das entspricht übrigens etwa dem Inhalt von sieben Millionen Badewannen.

Umbau ist noch nicht beendet

Das Becken ist bislang jedoch nur vorläufig fertig gestellt und in Betrieb genommen worden, denn nach 2018 – wenn die Emscher in Mengede ebenfalls vom Abwasser befreit ist – müssen wir noch einmal baulich dort aktiv werden: Dann werden im Rahmen der Renaturierung die Dämme der Emscher entfernt und der Fluss kann sich im Becken ausbreiten. Das HRB ist einer der sogenannten ökologischen Schwerpunkte des Emscher-Umbaus.

Zunächst freuen wir uns ganz besonders darüber, dass das mittlerweile sehr idyllisch anmutende Becken und das Gelände drumherum mit dem bei Radfahrern und Spaziergängern gleichermaßen beliebten Emscherweg als Naherholungsgebiet angenommen wird. Auch dass ein neuer Name gesucht werden soll, ist an sich keine schlechte Idee. Spricht ja auch nicht dagegen, es soll schließlich niemand gezwungen werden, immer nur vom „HRB“ zu sprechen. Dennoch sollte es mit der Eile der Debatte nicht übertrieben werden, denn der beste Zeitpunkt für einen neuen Namen wäre definitiv, wenn das Gelände wirklich komplett umgestaltet wird – und das wird erst bis 2020 der Fall sein!

Da wäre noch etwas…

Und dann wäre da noch eine ganz wichtige Sache: Ein neuer Name wäre zwar durchaus schön und gut, auf den Schildern der Emschergenossenschaft könnte dennoch auf die Bezeichnung „HRB“ nie ganz verzichtet werden. Denn eines darf bei der gesamten Debatte nicht vergessen werden: Das Gelände ist und bleibt nach wie vor eine Hochwasserschutzanlage, also ein klarer Sicherheitsbereich – und der muss entsprechend auch bezeichnet werden. An das Kürzel HRB sollte man sich folglich lieber gewöhnen…

Derweil sind auch wir natürlich interessiert daran zu erfahren, welche Namen nach 2020 präferiert würden. Was meinen Sie? Wie sollte das Gelände im alltäglichen Sprachgebrauch bezeichnet werden? Diskutieren Sie unten einfach mit uns!

Foto: Markus Greulich, EGLV

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