Abwasserkanal Emscher wächst unter dem Revier

Abwasserkanal Emscher wächst unter dem Revier

Der unterirdische Vortrieb des Abwasserkanals Emscher schreitet weiter voran.

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Vortiebsmaschine, Foto: Rupert Oberhäuser, Emschergenossenschaft.

Aktuell hat die Emschergenossenschaft bereits mehr als 26 Kilometer des „Emscherschnellweges unter Tage“ verlegt. Dabei wurden bislang exakt 6818 Kanalrohr-Elemente mit einem Gesamtgewicht von 118.936 Tonnen durch die Erde geschoben.

Insgesamt ist der Abwasserkanal Emscher, der von Dortmund bis Dinslaken reicht, 51 Kilometer lang und wird mit seiner Inbetriebnahme nach 2017 als künftige abwassertechnische Hauptschlagader des Reviers dienen. Die Innendurchmesser der Rohre reichen dabei von 30 Zentimeter bis 2,80 Meter – der größte Außendurchmesser beträgt 3,60 Meter. Stolze 35 Tonnen wiegen die schwersten Rohrelemente – jeweils, versteht sich!

Großprojekt Emscher-Umbau

Nachtarbeit an der Baustelle in Schacht 40 in Bottrop, Foto: Rupert Oberhäuser, Emschergenossenschaft

Der Emscher-Umbau hat 1992 begonnen. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 4,5 Milliarden Euro. Bislang wurden rund drei Milliarden Euro investiert. Von den 400 Kilometern an neuen unterirdischen Kanälen wurden bereits mehr als 270 fertig gestellt und in Betrieb genommen, mehr als 120 Kilometer an Flusslandschaften wurden bis heute naturnah umgestaltet.

Der Oberlauf der Emscher von der Quelle in Holzwickede bis zur Kläranlage Dortmund-Deusen ist bereits seit Anfang 2010 auf einer Länge von mehr als 20 Kilometern abwasserfrei – dazu gehören auch die Nebenarme wie Hörder Bach und Rüpingsbach. Die ökologische Umgestaltung der Emscher ist in Dortmund bereits deutlich sichtbar, unter anderem in Sölde, Aplerbeck, Schüren, Hörde, Huckarde, Dorstfeld etc. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall hat den Umbau der Emscher in Dortmund im vergangenen Jahr sogar mit dem „Gewässerentwicklungspreis“ ausgezeichnet.

www.eglv.de

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