Blick ins Mega-Pumpwerk

Blick ins Mega-Pumpwerk

Führungen durch unsere neue Anlage in Gelsenkirchen

Eine spektakuläre Sicht durfte Oberbürgermeister Frank Baranowski (2.v.li.), hier u.a. mit Uli Paetzel (r.), genießen: Ganz unten sieht man das in rund 30 Metern Tiefe aus Osten ankommende Abwasser. Fotos: Stefan Tuschy/EGLV

Eine spektakuläre Sicht durfte Oberbürgermeister Frank Baranowski (2.v.r.), hier u.a. mit Uli Paetzel (r.), genießen: Ganz unten sieht man das in rund 30 Metern Tiefe aus Osten ankommende Abwasser. Fotos: Stefan Tuschy/EGLV

„Einfach nur faszinierend! Danke für diese Gelegenheit“ – diese Worte eines Bürgers fassten den gestrigen Sonntag wohl am besten zusammen. Erstmals hatte unsere Emschergenossenschaft die Pforten des neuen Pumpwerks Gelsenkirchen geöffnet und Besichtigungen der Mega-Abwasser-Hebeanlage an der Emscher angeboten. Es war kein klassischer „Tag der offenen Tür“, die interessierte Bevölkerung musste sich vorab für die exklusiven Führungen anmelden – und das tat sie: Binnen zwei Stunden waren alle 320 verfügbaren Plätze vergeben!

12.800 Liter pro Sekunde
Was die BesucherInnen vor Ort erlebten? Einmalige Einblicke in ein spektakuläres Pumpwerk, das die Voraussetzung für eine in Zukunft vom Abwasser befreite Emscher ist! Die Anlage ist ein wesentliches Element des Abwasserkanals Emscher (AKE) und unseres Generationenprojekts Emscher-Umbau. Ohne Pumpwerke würde der in Dortmund beginnende AKE bei einem Gefälle von 1,5 Promille sein Ziel in Dinslaken in einer Tiefe von rund 80 Metern erreichen. Die Pumpwerke sind daher unumgänglich. Entstanden sind sie in gigantischen Baugruben – knapp 50 Meter tief mit einem Durchmesser von ebenfalls fast 50 Metern. Das Pumpwerk Gelsenkirchen ist gemeinsam mit dem ersten Abschnitt des AKE bis Bottrop erst kürzlich, am 24. September, in Betrieb gegangen. Es hat später, wenn das Gesamtsystem fertig ist, die Funktion, die Abwasserströme auf die Kläranlagen Bottrop und Dinslaken-Emschermündung zu verteilen. 11 Pumpen befördern in Gelsenkirchen rund 12.800 Liter pro Sekunde knapp 26 Meter hoch. Wohlgemerkt, nicht pro Stunde und auch nicht pro Minute – sondern pro SEKUNDE!!!

Vor dem Gang ins Pumpwerk gab es noch ein paar Infos anhand von Karten und Plänen.

Vor dem Gang ins Pumpwerk gab es noch ein paar Infos anhand von Karten und Plänen.

Volle Gruppen: Über den Tag verteilt kamen mehr als 320 Menschen zu den Führungen.

Volle Gruppen: Über den Tag verteilt kamen mehr als 300 Menschen zu den Führungen.

Bevor die BürgerInnen das Pumpwerk betraten, gab es von unseren zahlreichen vor Ort anwesenden KollegInnen allerlei Infos rund um die Bauphase des „Abwasser-Aufzugs“. Ein klein wenig Theorie, um die Spannung anzuheißen – denn nach dem Gang hinunter durch das nur wenig spektakuläre Treppenhaus eröffnete sich den Menschen unten in der Pumpenkammer die wahre Dimension des Bauwerks. Nun, ein Bild sagt hier wohl mehr als 1000 Worte:

Faszinierende Dimensionen bietet das Pumpwerk Gelsenkirchen.

Faszinierende Dimensionen bietet das Pumpwerk Gelsenkirchen. Man beachte, wie winzig klein die Menschen im Vergleich zu den Maschinen erscheinen…

Einzigartige Ein- und Aussichten boten sich derweil aber auch von draußen, und zwar in den Saugraum hinein. Das ist der offene Bereich, in dem das Abwasser ankommt und anschließend von den gewaltigen Pumpen angesaugt und hochbefördert wird. Hinunter ging es hier jedoch nicht, denn das konzentrierte Abwasser produziert – nun ja, nennen wir es mal „unangenehme Düfte“…;-)

Blick von oben in den Saugraum des Pumpwerks Gelsenkirchen.

Interessierte Blicke von oben in den Saugraum des Pumpwerks Gelsenkirchen.

Rund 65 Millionen Euro hat unsere Emschergenossenschaft in den Bau des Pumpwerks Gelsenkirchen investiert. Die Führungen waren für uns nun eine hervorragende Gelegenheit, der Bevölkerung einmal zu zeigen, was sich genau hinter der Investition verbirgt… Ich denke, es sind am Sonntag keine Fragen mehr offen geblieben…;-)

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