EMSCHERKUNST –  Stahlrampen setzen Radweg in Szene

EMSCHERKUNST – Stahlrampen setzen Radweg in Szene

Das vor einem Jahr neu angelegte Radwegestück in Duisburg zwischen Bruckhausen und Beeckerweerth hat dauerhaften „Besuch“ bekommen.

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Die Installation „Landstrich“, Foto: Thyssen-Krupp Steel Europe.

Seit Anfang September zieren zwei große, nach oben gebogene Stahlrampen Anfang und Ende des gut 1 Kilometer langen „Stahlpfades“ – so der Name der Wegeverbindung entlang der Alsumer Straße (Start auf Höhe der Kläranlage Alte Emscher, Alsumer Straße 2015). Gebaut wurde dieser Weg in einer Gemeinschaftsaktion von Emschergenossenschaft und ThyssenKrupp Steel Europe, als Ersatz für den mittlerweile geschlossenen Matenatunnel – der übrigens als Drehort einiger Schimanski-Tatorte in die Filmgeschichte einging!

 

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Die Studierenden, die sich im Sommer 2013 im Rahmen von „Creating a Context“ für die EMSCHERKUNST mit der Gestaltung des Stahlpfads auseinandergesetzt haben. Foto: Roman Mensing.

Der Hintergrund: Im Rahmen des EMSCHERKUNST-Projektes „Creating a context“ hatten 60 Architektur- und Kunststudenten von europäischen Hochschulen aus Amsterdam, Glasgow, Mailand, Münster, München, Newcastle und dem belgischen Louvain im Sommer 2013 zwei Wochen Zeit, sich mit dem damals nagelneuen Radwegeabschnitt „Stahlpfad“ zu beschäftigen. Unter der Leitung von Prof. Wolfgang Weileder (Universität Newcastle) und Prof. Ferdinand Ullrich (Kunstakademie Münster) erarbeiteten die Studenten vielfältige Modelle in den Lehrwerkstätten von ThyssenKrupp Steel Europe.

Wie könnte man diesen Wegeabschnitt spannend inszenieren, Radfahrer und Spaziergänger zum Verweilen einladen?

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Der Entwurf „Kones“, der als nächstes umgesetzt wird. Foto: Roman Mensing.

Die entstandenen Projektvorschläge waren inspiriert vom Kontrast zwischen Alter Emscher und der Industriekulisse des Werksgeländes von ThyssenKrupp Steel Europe. Realisiert werden jetzt zwei Siegerentwürfen, nämlich die Stahlrampen „Landstrich“, aber auch das Projekt „Kones“ (folgt im Herbst 2014):

„Landstrich“ betont dabei durch je eine Stahlrampe am Anfang und Ende parallel zum Radweg die Wegeführung. Die Aufmerksamkeit der Radfahrer und Spaziergänger soll insbesondere auf die Natur gelenkt werden und zur Entschleunigung einladen. Die beiden fast 10 Meter langen und 2,40 breiten und an einem Ende nach oben gebogenen Stahlrampen wurden von ThyssenKrupp MillServices & Systems gewalzt.

Der „Stahlpfad“

Er führt mitten durchs Grün entlang der Alten Emscher und verbindet das Pumpwerk Alte Emscher mit der Kläranlage Alte Emscher. Gebaut von ThyssenKrupp Steel Europe auf dem Gelände der Emschergenossenschaft schafft der Weg Ersatz für den gesperrten Matena-Tunnel.

Hintergrund zur EMSCHERKUNST-Ausstellung:

Vom 22. Juni bis 6. Oktober 2013 fand die Ausstellung EMSCHERKUNST.2013 statt, der Ausstellungsraum war die Emscher-Insel zwischen Gelsenkirchen und Oberhausen sowie das Emscherdelta bei Dinslaken/Duisburg mit der Mündung des Flusses in den Rhein. Die internationale Ausstellung EMSCHERKUNST im nördlichen Ruhrgebiet begleitet als Triennale bis 2020 eines der größten Renaturierungsprojekte Europas – den Umbau des Abwasserflusses Emscher durch die Emschergenossenschaft hin zu einer natürlichen Flusslandschaft. Die nächste EMSCHERKUNST-Ausstellung findet im Sommer 2016 statt. Ausstellungsgebiet wird dann die Landschaft rechts und links der Emscher zwischen Holzwickede, Dortmund, Castrop-Rauxel, Recklinghausen und Herne.

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