Warum am Rapphofs Mühlenbach etwas geschehen muss

Warum am Rapphofs Mühlenbach etwas geschehen muss

700 Bäume müssen weichen, damit der Rapphofs Mühlenbach wieder richtig fließen kann – dann kommt auch die Natur zurück!Was sich heute am Rapphofs Mühlenbach abspielt, ist beeindruckend und zugleich Besorgnis erregend: Hier im Süden von Dorsten zwischen Altendorfer Straße und Polsumer Weg fährt ein Bagger am Bachufer entlang und „knipst“ Erlen, Birken und Weiden in allen Größen mit einer Leichtigkeit ab, als würde man mit der Schere Strohhalme durchschneiden.

Warum hier etwas geschehen muss

Das Bachlauf fließt stellenweise nicht richtig weiter, das Wasser ist aufgestaut, an der Stadtgrenze Dorsten/Gelsenkirchen hat sich ein richtiger See gebildet. Unsere Planer  haben ein Konzept entwickelt, um dies wieder in Ordnung zu bringen: Im Oberlauf legen wir die Bachsohle mit gleichmäßigem Gefälle tiefer, damit das Gewässer wieder sicher fließen kann – auch bei Hochwasser! Nach der Fällaktion kommt erst mal der Kampfmittelräumdienst, die eigentlichen Arbeiten beginnen im Sommer und dauern rund drei Jahre.

Zum Glück ist noch keine Brutzeit – und das ist auch der Grund, warum gerade jetzt gefällt wird: Bis Ende Februar müssen nach dem Landschaftsschutzgesetz solche Arbeiten beendet sein. Trotzdem tut es mir Leid um die Bäume, die sich hier am Bach von selbst angesiedelt haben und lange ungestört wachsen konnten – jetzt sind von ihnen nur noch kurze Stumpen zu sehen.

Fotos: Michael Steinbach
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