Was macht eigentlich Matthias Hower?

Was macht eigentlich Matthias Hower?

Unsere EGLV-Serie: Gesichter der Verbände

In elf Jahren als Landschaftspfleger hat Matthias Hower so manchen Wandel der Gewässer mit begleitet - da sammelt sich so einiges an Unterlagen an. Foto: Celina Winter/EGLV

In elf Jahren als Landschaftspfleger hat Matthias Hower so manchen Wandel der Gewässer mit begleitet – da sammelt sich so einiges an Unterlagen an. Foto: Celina Winter/EGLV

Rund 1.600 Kolleginnen und Kollegen arbeiten bei Emschergenossenschaft und Lippeverband. In unserer Serie „Gesichter der Verbände“ stellen wir immer freitags eine Mitarbeiterin/einen Mitarbeiter vor. Heute: Matthias Hower

Von der Köttelbecke zum naturnah umgestalteten Gewässer: Unser Kollege Matthias Hower hat die Wandlung vieler unserer Gewässer begleitet. Seit elf Jahren bei unseren Verbänden Emschergenossenschaft und Lippeverband ist der 36-Jährige zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen immer dann involviert, wenn es um den Umbau unserer Gewässer geht.

Abwasser raus, Natur rein
Seit vielen Jahren ist es nun unser Ziel, die Flüsse im Emscher- und Lippegebiet vom Abwasser zu befreien und sie anschließend zu renaturieren. Steht eine neue Baumaßnahme an, bilden sich sogenannte Projektteams – Kolleginnen und Kollegen aus ganz unterschiedlichen Abteilungen kommen zusammen und bündeln ihr Know how. Eine Aufgabe unseres Landschaftspflegers Matthias Hower ist es, die Eingriffe in die Natur während der verschiedenen Maßnahmen möglichst gering zu halten. Müssen beispielsweise für den Bau eines Abwasserkanals Flächen gerodet werden, plant unser Kollege hierfür Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen sowie die anschließenden Landschaftsbauarbeiten. Auch die Mitarbeit bei der wasserbaulichen Konzeption und Planung der Renaturierung fällt in sein Aufgabengebiet. Hinzu kommen immer wieder Sonderthemen wie z. B. der Einsatz ingenieurbiologischer Bauweisen.

Vor Ort verschafft sich unser Kollege ein Bild über die Gewässer und die Landschaft, wieder zurück im Büro geht es dann an die Auswertung und Planung. Foto: Celina Winter/EGLV

Vor Ort verschafft sich unser Kollege ein Bild über die Gewässer und die Landschaft, wieder zurück im Büro geht es dann an Auswertung und Planung. Foto: Celina Winter/EGLV

Sein Spezialgebiet ist der Baum
Innerhalb der Gruppe Landschaft- und Gewässerpflege hat jeder unserer Kollegen ein Spezialgebiet – bei Matthias Hower ist es der Baum. Mit einem Lehrgang zum Baumpfleger rundete der 36-Jährige sein Studium zum Landschaftsplaner ab. Diese Qualifikation bringt den ein oder anderen zusätzlichen spannenden Auftrag mit sich: Meist geht es hier um die Beratung unseres Betriebes, welcher für den Baumbestand verkehrssicherungspflichtig ist. Ist der Zustand von Bäumen nicht eindeutig zu beurteilen, dann rückt der Landschaftspfleger mit seinen Gerätschaften an und untersucht beispielsweise deren Standfestigkeit.

Mit Sensoren kann Matthias Hower auch genauer "in" den Baum hineinschauen. Foto: Michael Wulf/EGLV

Mit Sensoren kann Matthias Hower auch genauer „in“ den Baum hineinschauen. Foto: Michael Wulf/EGLV

Durch den sogenannten Schalltomografen kann Matthias Hower quasi in das Innere des Baumes schauen – einmal um den Baum herum, platziert er kleine Sensoren, die untereinander mit Kabeln verbunden sind. Diese messen dann die Impulsgeschwindigkeit, die durch das Gewebe des Baumes geht, wenn unser Kollege auf die kleinen Stifte an den Sensoren schlägt. Die gesunden, stabilen Teile des Stamms werden ihn auf einer Computertomografie z. B. als grüne Flächen angezeigt, weniger gesunde oder sogar morsche Partien sind gelb und rot. Zurück im Büro wertet er die gesammelten Daten akribisch aus, um dem Betrieb eine Rückmeldung über den Zustand der Bäume zu geben.

Mit einem Lehrgang zum Baumpfleger rundete Matthias Hower sein Studium zum Landschaftspfleger ab: Das ein oder andere Mal geht es für ihn hoch hinaus bis in die Baumkrone. Foto: Michael Wulf/EGLV

Mit einem Lehrgang zum Baumpfleger rundete Matthias Hower sein Studium zum Landschaftspfleger ab: Das ein oder andere Mal geht es für ihn hoch hinaus bis in die Baumkrone. Foto: Michael Wulf/EGLV

Teilweise geht es aber auch hoch hinaus: Auf der Suche nach Fledermaushöhlen erklimmt unser Kollege, gewappnet mit Helm und Kletterausrüstung, das ein oder andere Mal die Bäume in unserem Verbandsgebiet.

Hoch hinaus geht es auch privat
Auch nach seiner Arbeit bei den Verbänden treibt es unseren Kollegen immer wieder in die Höhe. In unserer Betriebssportgruppe „Klettern“ bezwingt er auch manch schwere Kletterwand – dann auch so ganz ohne Baum!

 

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