Der Hellbach-Umbau in Zahlen

Der Hellbach-Umbau in Zahlen

Baumaßnahme in Recklinghausen zählt zu den anspruchsvollsten beim Emscher-Umbau

Der Bau des neuen unterirdischen Abwasserkanals am Hellbach schreitet gut voran. Aktuell sind (inkl. des Breuskes Mühlenbachs) bereits rund 6500 Meter fertig gestellt – von insgesamt 7100 Metern! Wenn alles gut verläuft, wird die Emschergenossenschaft bis Ende dieses Jahres alle Kanäle am Hellbach-System verlegt haben. Daher lohnt sich einmal ein Blick auf die Zahlen, Daten und Fakten rund um das Bauprojekt in Recklinghausen:

In welche Bauabschnitte ist der Kanalbau im Hellbach-System aufgeteilt?
Der 1. Bauabschnitt reicht von der Hellbach-Mündung in die Emscher bis zur Baumstraße. Der 2. Bauabschnitt geht von der Baumstraße bis zum Bruchweg. Der 3. Bauabschnitt umfasst den Bereich von der Hillerheide bis zum Dordrechtring, während sich der 4. Bauabschnitt auf den Breuskes Mühlenbach (vom Bruchweg bis zur Friedrich-Ebert-Straße) konzentriert. Der 5. Bauabschnitt beschränkt sich auf den Bereich südlich der Emscher (unterirdische Anbindung des Hellbach-Kanals an den Abwasserkanal Emscher).

Der Umbau des Hellbach-Systems ist in fünf Bauabschnitte unterteilt. Grafik: Emschergenossenschaft

Welche Bauabschnitte sind bereits fertig, wo wird aktuell noch gebaut?
Die Abwasserkanäle sind in den Bauabschnitten 1, 2, 4 und 5 komplett fertig gestellt. Im Bauabschnitt 4 ist am Breuskes Mühlenbach zudem auch die ökologische Verbesserung des Gewässers bereits abgeschlossen. Aktuell wird nur noch im Bauabschnitt 3 zwischen Hillerheide und Dordrechtring gebaut.

Eine der gewaltigen Baugruben an der Dunantstraße vor einigen Jahren. Foto: Jochen Durchleuchter/Emschergenossenschaft

Welche Durchmesser haben die Kanalrohre?
Die Rohre haben Innendurchmesser von 70 Zentimeter bis 3,60 Meter!

Wie viele Rohr-Elemente wurden beim Kanalbau am Hellbach-System bereits verlegt?
Aktuell sind 6500 Meter Kanal bereits verlegt worden, das entspricht 2150 (!) einzelnen Rohr-Elementen!

Was wiegt solch ein Rohr ungefähr?
Das Gewicht bei einem Rohr mit einem mittlerem Durchmesser von 2,20 Meter wiegt zirka 16 Tonnen!

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Ein Blick in den Hellbach-Kanal. Foto: Jochen Durchleuchter/Emschergenossenschaft

Wie viele Vortriebe laufen aktuell?
Zurzeit läuft nur noch ein Vortrieb mit einem Innendurchmesser von 2,80 Meter. Er steht vor der Einfahrt in die Zielgrube südlich des Dordrechtrings am Kreishaus (Länge des Kanals = zirka 570 Meter). Als nächstes vorbereitet wird derzeit der Vortrieb von der anderen Seite mit einem Innendurchmesser von 1,80 Meter. Er beginnt an der Startgrube nördlich des Dordrechtringes und läuft bis zur gleichen Zielgrube am Kreishaus (Länge hier = etwa 160 Meter).

Wann endet der Kanalbau am Hellbach?
Bei gutem Projektverlauf voraussichtlich Ende 2015.

Was kostet der Kanalbau insgesamt?
Rund 100 Millionen Euro.

Wann beginnt die Renaturierung des Hellbachs?
Die Emschergenossenschaft plant die naturnahe Umgestaltung des Gewässers derzeit für voraussichtlich Frühjahr 2016.

Das Bild der offenen „Köttelbecke“ soll bald der Vergangenheit angehören. Foto: Jochen Durchleuchter/Emschergenossenschaft

Wie viele Menschen sind maximal gleichzeitig am Hellbach-Umbau beteiligt?
Insgesamt sind es zirka 100 Menschen, die am Hellbach-Umbau beteiligt sind.

Noch fließt das Abwasser aus dem Hellbach offen in die Emscher. Das soll sich ändern. Foto: Jochen Durchleuchter/Emschergenossenschaft

Ist der Hellbach-Umbau im Rahmen des Emscher-Umbaus ein besonderes Projekt?
Definitiv! Bei kaum einem anderen Projekt muss die Emschergenossenschaft so dicht inmitten der Wohnbebauung arbeiten, was für uns eine große Herausforderung darstellt. Nicht selten gab es deswegen auch in den vergangenen Jahren eine Reihe von (verständlichen) Bürgerbeschwerden. Doch der Hellbach muss nun einmal laut EU-Wasserrahmenrichtlinie umgestaltet werden – und wo gebaut wird, entstehen leider auch Lärm und Dreck. Die Emschergenossenschaft bittet daher die Bürger, speziell die  unmittelbaren Anwohner, um Verständnis.

Welchen Vorteil bringt der Hellbach-Umbau?
Die „Köttelbecke“ wird künftig unter die Erde verbannt, oberirdisch fließt nur noch sauberes Grund-, Regen- und Quellwasser. Die Geruchsbelästigung wird verschwinden, auch wird der Bachlauf verschönert. Aus dem einstigen Hinterhof des Reviers wird sein neuer Vorgarten, was die Stadtteile entlang des Gewässers erheblich aufwerten wird. Wie das aussehen kann, erlebt man heute bereits am Breuskes Mühlenbach:

Der bereits renaturierte Breuskes Mühlenbach: Nichts erinnert mehr an die „Köttelbecke“. Foto: Stefan Kuhn/Emschergenossenschaft

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